Hochzeitsbräuche weltweit

Andere Länder, andere Sitten. Auch bei den Hochzeitsbräuchen gibt es weltweit unterschiedliche Tradionen.

 

Frankreich

Bei einer französischen Hochzeit holt der Bräutigam die Braut im Haus ihrer Eltern ab. Auf dem Weg zur Kirche versperren Kinder den Weg mit weißen Bändern, die die Braut durchschneiden muss.

 

England

Einer der bekanntesten Bräuche stammt aus England: Die Braut sollte an ihrem Hochzeitstag „soemthing old, something new, something borrowed, something blue“ tragen.
Etwas Altes steht für Kontinuität und die Verbundenheit mit der Generation der Eltern und kann ein Familienschmuckstück oder einfach ein kleines Detail vom Brautkleid der Mutter sein. Das Neue symoblisiert den Neuanfang und die Hoffnung in die Zukunft – üblicherweise ist es das Brautkleid.
Etwas Geliehenes soll zum Ausdruck bringen, dass Familie und Freunde immer für das Brautpaar da sein werden. Wichtig ist dabei, dass man das Leihstück wieder zurückgibt. Das Blaue steht für Treue, klassischerweise ist es das Strumpfband.

 

Norwegen

In Norwegen zählt eine reich verzierte Brautkrone, die die Braut majestätische aussehen lassen soll, zu einem alten Brauch.
Wichtig ist, dass die Krone mit metallenen Anhängern geschmückt ist, die bei jeder Bewegung des Kopfes eine silberhelle Musik erklingen lassen – das soll böse Geister vertreiben. Und je ausgelassener die Braut auf dem Hochzeitsfest tanzt, umso unerträglicher wird das Klimpern für die Dämonen. Das Brautpaar wird auch nicht mit Reis beworfen sondern mit Roggen und Gerste und die Braut soll möglichst viele der glücksbringenden Körner auffangen.

 

Schweden

Jedesmal wenn Hochzeitsgäste sich mit Gläsern zuprosten und anstoßen muss das Brautpaar sich küssen.
Ein anderer Brauch sorgt dafür dass Braut und Bräutigam während der Feier möglichst selten aus den Augen lassen. Sollte nämlich die Braut „für kleine Bräute“ sein, so dürfen alle weiblichen Gäste den zurückgelassenen Bräutigam küssen. Natürlich gibt es dasselbe Recht auch umgekehrt.

 

USA

Wir kennen aus vielen amerikanischen Filmen, dass der Priester bei der Trauung den pathetischen Satz „ If either of you or anyone in this assembly knows any just cause why this marriage should not be performed, let him speak now, of forever hold his peace“ spricht. Wenn einer von euch einen Grund vorbringen kann, warum diese Trauung nicht vollzogen werden sollte, so möge er nun sprechen oder für immer schweigen. Gott sei Dank gibt es in der Regel keinerlei Hindernisgründe.

 

Kanada

In Kanada wird bei der Hochzeit der sogenannte Sockentanz vorgeführt. Alle älteren noch unverheirateten Familienmitglieder tanzen in möglichst komischen Strümpfen einen möglichst spektakulären Tanz.
Dabei wird bei den besten Darbietungen Geld zugeworfen, das anschließend dem Brautpaar als kleine Beihilfe überreicht wird.
Dieser Brauch ist als kleine Strafe gedacht, dass sie im Gegensatz zu ihrem jüngeren Geschwister, bis lang nicht den Mut zum Heiraten hatten, also noch „kalte Füße“ haben, wenn es ums Jawort geht.

 

Neuseeland

Sowie in den USA und Kanada gibt es in Neuseeland die Bridal Shower.

Freundinnen und weibliche Verwandte feiern ausgiebig den Abschied vom Junggesellinnen-Dasein.

Ursprünglich entstand dieser Brauch, um Bräuten, deren Eltern sich keine Aussteuer leisten konnten mit der notwendigen Mitgift zu versorgen.

 

Australien

Die australischen Hochzeitsbräuche gleichen im Wesentlichen den Bräuchen in Großbritannien und den USA. Besonders wichtig ist dabei der „Best Man“. Zumeist ist es der beste Freund des Bräutigams, der das Brautpaar vor und während der Hochzeit unterstützt und dafür verantwortlich ist, dass die Trauringe zur rechten Zeit am rechten Ort sind. Vor allem ist es ein fester, unverzichtbarer Bestandteil jeder Hochzeitsfeier, das der Best Man eine Rede hält, auf die alle Gäste mit Spannung warten.

 

Mexiko

Bei einer mexikanischen Hochzeit bringt der Bräutigam zur Trauung dreizehn goldene Münzen in einer Schatulle mit.

Dort werden sie vom Priester gesegnet und der Braut übergeben.

Diese schüttet die Münzen in die Hände des Bräutigams, der sie wiederum der „Madrina de arras“ (frei übersetzt: Patin fürs Geld) gereicht, die sie bis zum Ende der Zeremonie verwahrt.

Am Ende der Trauung schüttet der Bräutigam die Münzen in die Hände der Braut und setzt die Schatulle drauf, womit er ihr symbolisch die Kontrolle über seine weltlichen Güter übergibt.

Das Wandern des Geldes steht aber auch für das gegenseitige vertrauen, das Braut und Bräutigam ineinander haben.

 

Brasilien

In Brasilien heißt der Junggesellinnenabschied „Chá de panela“. Chá bedeutet Tee oder Teeparty und panela heißt Kochtopf. Frei übersetzt heißt das also Kochtopfparty.
Freundinnen und weibliche Verwandte bringen auf diese Party hübsche Geschenke mit, die die Braut erraten muss.
Liegt sie dreimal daneben muss sie einen Schnaps trinken und ein Kleidungsstück ausziehen. Deshalb kommen die meisten Bräute dick angezogen auf diese Party. Ziel ist es natürlich die Braut im Evaskostüm zu sehen um ihr dann eine Schärpe umhängen zu können mit der Aufschrift „gut, dass du morgen heiratest“.

 

Japan

Bräute in Japan haben’s gut, sie dürfen am Hochzeitstag gleich drei Brautkleider tragen! Zur eigentlichen Trauung im Shinto-Schrein trägt die Braut zu einem weißen Make-up einen traditionellen, weißen Kimono. Zur Hochzeitsfeier kommt die Braut oft in einem Brautkleid im westlichen Stil. Wenn die Party schließlich im Gange ist, wird das Brautkleid gegen einen roten Kimono getauscht.

 

Kolumbien

In Kolumbien gibt es den weit verbreiteten Brauch der „Serenata“. Der Bräutigam muss seiner Braut vor der Hochzeit ein Ständchen singen. Am besten am späten Abend wenn sie schon zu Bett gegangen ist.
Oft taucht der Bräutigam gleich mit einer ganzen Musikband und freunden und Verwandten auf, so dass sich das ganze zu einer Überraschungsparty auswächst.

 

Quelle: Hochzeitsmagazin

 

 

 

 

 

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