Fine Art Fotografie – Interview mit Filmfotografin Angelika Krinke

 

Wir lieben die Ästhetik und Zeitlosigkeit von Fine Art, die Leuchtkraft analoger Fotografie und die gekonnte Auseinandersetzung mit Licht und Bildausschnitt.

Angelika Krinke begeistert uns mit ihrem Sinn für Schönheit und ihrem Auge für den richtigen Moment. Wir hatten nun die Gelegenheit sie zu ihrem Zugang zur Fotografie zu befragen und freuen uns sie und ihre atemberaubenden Bilder in diesem Beitrag vorstellen zu können.

 

Liebe Angelika kannst du ein bisschen etwas über deine Person erzählen?

Eine glückliche Ehefrau und Mutter von Zwillingen, 4 Katzen und einem Hund. Ich liebe antike Sachen, alte Häuser, Kunst, Reisen, Sprachen, gute Filme, Natur und Tiere (nicht unbedingt in dieser Reihenfolge ;-))

 

 

Wie hast du die Liebe für den Beruf der Fotografin entdeckt?

Bei mir fing es an, wie vermutlich bei 90% aller ambitionierten Fotografen. Durch das Internet kommt man einfach und schnell zu den schönsten Bildern dieser Welt und dann fragt man sich, kann ich das auch?

Danach kauft man sich eine Kamera und die Reise beginnt. Am Anfang ist man auf der Suche nach der besten Objektiven, effektivsten Bildbearbeitungsystemen, interessantesten Modellen, schönsten Orten. Später kommt dann das Wichtigste: Suche nach eigenem Stil und dem schönstem Licht. Ich denke auch, dass diese Reise niemals endet, zumindest nicht für mich.

 

 

Du bist ja begeisterte Filmfotografin. Was liebst du an der analogen Fotografie?

Natürlich es vom eigenen Geschmack abhängig und ist sehr subjektiv, aber für mich sind es in erster Linie die Farben, die Kontraste und das Leuchten. Je nach Licht, sehen die Bilder aus wie gemalt und haben fast schon einen 3D-Effekt. Filmfotografie zwingt jeden dazu, über das Bild nachzudenken und half mir persönlich, bessere Fotos zu machen.

 

Was inspiriert dich für deine Fotografie?

Am Anfang ließ ich mich von anderen Fotografen inspirieren und habe versucht die Bilder zu imitieren. Das halt mir dabei meinen Stil zu finden. Im Laufe der Zeit entwickelt sich etwas Persönliches und man findet die Inspiration außerhalb der Hochzeitsfotografie.

Wenn man mit offenen Augen durch der Welt läuft, findet man die Inspirationen überall. In der Kunst, der Fashion, Natur, und natürlich dem Licht. Mich faszinieren auch antike Sachen und Einfachheit der Dinge. Gerade finde ich die japanische Wabi-Sabi Philosophie sehr spannend.

 

 

Du liebst ja so wie ich Fine Art Styling und Fotografie – was ist für dich Fine Art?

Für mich steckt hinter der Fine Art Fotografie immer eine Geschichte und eine fokussierte, vorsichtige, fast schon pingelige Auswahl des Bildes. Wenn die Leute ein Bild von mir mögen, wissen sie meisten nicht, wie picky und nervig ich manchmal sein kann. Man sucht das „richtige“ Licht oder man wartet darauf. Es werden die Gegenstände durch die Gegend geschoben, die Models müssen sich in eine Stimmung versetzen, damit ich einen bestimmten Gesichtsausdruck bekomme.

Diese Liste lässt sich ewig weiter führen…In den letzten Jahren wurde „Fine Art Photography“ immer mehr zum Überbegriff für exakt und fein ausgearbeitete Bildwerke. Weniger der Bildinhalt, mehr die Ausarbeitungstechnik rückt hier in den Mittelpunkt. Stillleben, Landschaftsfotografie gehört heute genau so zum Fineart, wie auch Portrait- und Aktaufnahmen. Das gestaltete Bild

 

 

Was unterscheidet dich von anderen Fotografen?

Meine Persönlichkeit, und Persönlichkeit ist es, die uns doch alle von einander unterscheidet, nicht wahr? Jede Persönlichkeit entwickelt sich im Laufe des Lebens und ist sehr individuell. Deswegen ist es wichtig, eigenen Stil zu finden und seine eigene Geschichte in den Bildern zu erzählen.

 

Glaubst du, dass es ev. auch einen Trend zu Fine Art Hochzeiten geben könnte?

Ich denke der Trend ist schon da. Natürlich wird es wie bei jedem Trend nur eine gewisse Personengruppe angesprochen. Die Art von FineArtHochzeiten, von der wir gerade sprechen, ist natürlich aufwendig und bedarf einer guten Planung. Aber die Menschen, die diese Fine Art Fotografie lieben, werden gemeinsam mit den Hochzeitsplannern, Eventdesignern und den Fotografen einen Weg finden, diese Art von Bildern auch zu bekommen. Am wichtigsten ist es dabei, die Personen mit dem gleichen Geschmack zusammen zu bringen.

 

 

Was sind deine nahen Ziele und wo siehst du dich in 5 Jahren.

Als Mutter von zwei 4 Jähriger, sehe ich mich mit einem gesunden Schlaf-Wach-Rhythmus gemütlich in meinem Bett schlummern.

 

Hast du Tipps für andere Fotografen? Sagen wir mal, für welche 5 Tipps wärst du am Anfang deiner Kariere dankbar?

Kenne dein Equipment. Lerne zu verstehen, wie deine Kamera funktioniert, welche Bilder mit deinen Linsen möglich sind.

Fotografiere weniger aber dafür gezielter. Versuche aus jedem Objekt das Beste rauszuholen und erst dann abzudrücken.

Suche dir Inspirationen außerhalb der Hochzeitsindustrie. Ich finde, dass es nichts Verkehrtes daran ist, zu Anfang die Bilder anderer Fotografen nachzustellen. Man sollte aber bald rausfinden, was einem persönlich am meistens Spaß macht. Und da sind wir schon beim nächsten Punkt.

Wenn du das gefunden hast, bleibe daran. Wenn Du zum Beispiel kräftige Farben magst, aber die ganze Welt fotografiert pastellig, bleibe bei Deinem Stil. Es heißt nicht, dass man nichts Neues ausprobieren soll, man sollte sich nur nicht für jeden Trend verbiegen.

Zeige Dich professionell. Hier arbeitet man viel mit Menschen und man hat eine gewisse Verantwortung. Sei ehrlich, pünktlich, zuverlässig. Zu dem Job gehören auch Aufgaben wie Beantwortung der Emails, Telefonate oder Skype-Gespräche.

 

 

 

ANGELIKA KRINKE

web: www.angelikakrinke.com
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email: info@angelikakrinke.com

 

 

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