Erledigungen vor der Hochzeit

 

Die Hochzeit soll idealerweise der schönste Tag im Leben von zwei Menschen sein. Aber vor den perfekten Moment hat der Gesetzgeber eine Menge Arbeit gesetzt. Dieser Text soll dabei helfen, keine wichtige Formalität vor der Eheschließung zu vergessen.

 

Formelles

Die staatliche Eheschließung findet auf dem Standesamt statt. Durch die Hochzeit verändert sich der Rechtsstatus der Eheleute. Sie wechseln beispielsweise die Steuerklasse, haben ein Zeugnisverweigerungsrecht für den Ehepartner vor Gericht und bilden eine Versorgungsgemeinschaft. Vor der Hochzeit müssen die Partner deshalb das Standesamt besuchen und „das Aufgebot bestellen“. Diese etwas altmodische Ausdrucksweise bedeutet nichts weiter, als die eigene Hochzeit anzumelden. Zuständig ist das Amt am Wohnsitz von zumindest einem der künftigen Eheleute.

 

Dokumente, die Ihr braucht

• Abschrift aus dem Geburtenbuch ( am zuständigen Standesamt erhältlich – beim Vorlegen darf sie nicht älter als 3 Wochen sein)

• Staatsbürgerschaftsnachweis

 

• Meldezettel

 

• Amtlicher Lichtbildausweis

 

• Urkundlicher Nachweis eines akademischen Grades

 

• Scheidungsbeschluss oder Sterbeurkunde falls einer der Partner bereits verheiratet war

 

 

Menschen aus dem Nicht-EU-Ausland müssen die Aufenthaltsgenehmigung und auf Verlangen noch weitere Nachweise (z.B. über Berufstätigkeit) beibringen.

Eine standesamtliche Eheschließung verlangt in der Regel zwei Trauzeugen. Diese müssen die Volljährigkeit erreicht haben und sich ausweisen können. Sie bezeugen die Trauung. Rechtliche Pflichten bestehen nicht.

Sollten Kinder aus vorehelicher Zeit vorhanden sein, sind die Geburtsurkunden von diesen ebenso wie die Vaterschaftserklärung vorzulegen. Durch die Eheschließung erwirbt das Kind volle juristische Rechte (Versorgungspflicht durch die Eltern), Staatsangehörigkeit und Namen der Eltern.

 

Informelles

 

Das Standesamt lässt den künftigen Eheleuten bei einigen Entscheidungen weitreichende Entscheidungsfreiheit. Der Wunschtermin der Hochzeit liegt vollständig in der Hand der Partner.

Einzige Bedingung: Der Termin muss innerhalb von sechs Monaten nach Anmeldung beim Standesamt liegen. Es ist deshalb ratsam, sich bereits frühzeitig Gedanken über den genauen Zeitpunkt der Eheschließung zu machen.

Absolut frei sind die Eheleute in der Frage, welcher Familienname künftig getragen werden soll. Einzig für gemeinsame Kinder muss eine einheitliche Regelung gefunden werden. Die Partner können ihre Namen behalten, zum Namen des Partners wechseln oder beide Familiennamen per Doppelnamen (mit Bindestrich) verwenden. Wichtig ist, dass die Entscheidung einheitlich auf allen Dokumenten kenntlich gemacht wird.

 

 

 

 


von

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.