Im Jahr 2011 gaben sich wieder weniger Brautpaare das Ja-Wort

 

Die Zahl der Hochzeiten war 2011 wieder leicht rückläufig. Laut vorläufigen Zahlen der Statistik Austria sank die Zahl der Eheschließungen um 3,1 Prozent auf 36.342.

 Schade, denn die Jahre davor gab es eine leichte Aufwärtstendenz, die jetzt gestoppt wurde.

Der beliebteste Heiratsmonat war mit 5.335 Trauungen der Juni, gefolgt vom Juli mit 4.887 und dem Mai mit 4.739 Eheschließungen.
Am 11.11.2011 gaben sich 889 Paare das Ja-Wort. Aufgrund dieses besonderen Datums gab es im November (2.107) eine Steigerung von 54,4 Prozent.

Aus dem gleichen Grund wurde im Oktober (2.672) mit 31,1 Prozent der relativ stärkste Rückgang gegenüber dem gleichen Monat des Jahres 2010 verzeichnet. Abgesehen vom November war der September (4.431) der einzige Monat mit mehr standesamtlichen Trauungen.

Es wurden in allen Bundesländern Rückgänge verzeichnet, allerdings regional unterschiedlich. Das größte Minus wurde mit jeweils 7,3 Prozent im Burgenland und in Vorarlberg registriert. Den moderatesten Rückgang meldeten die Standesämter in Tirol (2,5 Prozent), der Steiermark (2,0 Prozent), Kärnten (1,9 Prozent) und Oberösterreich (0,6 Prozent).

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem in den 1980er und 1990er Jahren durchschnittlich 45.000 Paare pro Jahr heirateten, ging die Zahl der Eheschließungen auf 34.213 Hochzeiten im Jahr 2001 zurück, die niedrigste Zahl der Nachkriegszeit. Danach gab es langsam und stetig einen leichten Anstieg. Im Jahr 2006 setzte eine Abwärtstendenz ein. Mit der Anzahl von 36.923 Trauungen heirateten 5,7 % weniger Paare als im Vorjahr, und in den Jahren 2007 und 2008 setzte sich dieser Trend fort. Es gab in diesen Jahren lediglich 35.996 und 35.223 Eheschließungen. Im Jahr 2009 leitet ein leichter Anstieg auf 35.469 Eheschließungen einen neuerlichen Aufwärtstrend ein, der im Jahr 2010 mit einem deutlichen Anstieg um 5,9% auf insgesamt 37.545 Eheschließungen bestätigt wird.

Das mittlere Erstheiratsalter (Median) stieg seit Anfang der 1990er Jahre bei den Frauen von 24,3 auf 29,3 und bei den Männern von 26,5 auf 31,9 Jahre im Jahr 2010.

Bei einem Vergleich der beliebtesten Heiratsmonate seit 1951 liegt der Mai fast immer vorne. Der 7.7.2007 war das bisher attraktiste Hochzeitsdatum, an diesem Tag wurden 2457 Ehen geschlossen.
In den Jahren 2009/2010 waren die Frauen bei einer Erstheirat durchschnittlich 29,1 Jahre alt, bei den Männern lag das Heiratsalter bei 31,8 Jahren. Seit dem Anfang der 1990er Jahre ist ein Anstieg zu verzeichnen. Die Frauen waren damals im Durchschnitt 24,3 Jahre und die Männer 26,5 Jahre alt. In den letzten 30 Jahren gab es starke Schwankungen bei der Zahl der Eheschließungen in Österreich. Es ist ein enger Zusammenhang mit staatlichen Beihilfen, ihrer Einführung und ihrer Abschaffung zu beobachten.
So gab es beispielsweise kurz vor der endgültigen Abschaffung der Heiratsbeihilfe zum 1.1.1988 einen wahren Hochzeitsboom, 76.205 Ehen wurden noch 1987 geschlossen. Als anhaltende Tendenz trotz verschiedener Schwankungen ist zu beobachten, dass nach 1994 die Zahlen stetig rückläufig waren. 1993 heirateten jährlich noch etwa 45.000 Paare, das Nachkriegsminimum betrug im Jahr 2001 nicht mehr als 34.213 Trauungen.

 

 

 

 

 

Das höchste Scheidungsrisiko laut Statistik liegt zwischen dem dritten und dem fünften Ehejahr, und außerdem liegt es generell in den ersten Ehejahren weit über dem Durchschnitt. Doch auch lange bestehende Ehen werden mittlerweile öfter geschieden als in früheren Jahren. Es ist ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. Die mittlere Dauer der geschiedenen Ehen erhöhte sich von 1993 bis 2009 von 7,5 Jahren auf 10,1 Jahre, was darauf hindeutet, dass auch für länger bestehende Ehen das Scheidungsrisiko zunimmt.
In den 1980er und 1990er Jahren wurden rund 16.000 bis 18.000 Ehen pro Jahr geschieden. Im Jahr 1999 waren es noch 18.512 Paare, die sich scheiden ließen. Die bisher höchste absolute Scheidungsrate lag im Jahr 2001 mit 20.582 Ehescheidungen. Es gab Schwankungen in den folgenden Jahren, 19.066 Scheidungen im Jahr 2003 und 20.516 Scheidungen im Jahr 2007. Im Jahr 2009 ließen sich 18.806 Paare scheiden, etwa gleichviel wie 1999.

Die Wahrscheinlichkeit, mit der Ehen durch eine Scheidung enden, wenn das Scheidungsverhalten unverändert bleibt, stieg seit 1981, als sie noch bei 26,5 % lag, auf 49,47 % im Jahr 2007, das ist der bisherige Höchstwert. Im Jahr 2008 gab es einen Rückgang auf 47,76 %, im Jahr 2009 einen weiteren Rückgang auf 46,0 %. Dass beide Partner noch nicht verheiratet waren und eine Erst-Ehe eingingen, wurde im Jahr 2003 in 62,3 % der Fälle verzeichnet. Bis 2009 stieg diese Zahl leicht auf 65,6 % an. Als Durchschnittsalter der Frauen bei ihrer Erstheirat wurde 1993 noch ein Alter von 25,2 Jahre registriert, bei Männern 27,5 Jahre. Bis zum Jahr 2009 stieg dieses Durchschnittsalter stetig an bis auf 29,1 beziehungsweise 31,8 Jahre. Die Frauen, die bei ihrer Trauung sehr jung sind, wurden weniger. Der Anteil der 15-bis 20jährigen Frauen lag 1993 in der Heiratsstatistik bei 10,8 %, 2003 betrug er noch 6 %.

Quelle: Statistik Austria

 

 

 


 

 

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