Flitterwochen – Südafrika 

 

 

Das Land am Kap erfreut sich bei Touristen wachsender Beliebtheit. Das liegt nicht nur an den Tierparks, die einen Blick auf die Big Five ermöglichen, sondern auch an den außergewöhnlichen Unterkünften.
Im Land am Kap leben Menschen verschiedenster Kulturen neben- und miteinander. Moslems, Hindus und Christen, Schwarze neun verschiedener Hauptstämme, Weiße aus aller Welt und die Coloureds, die farbigen Nachkommen weißer Seefahrer und Siedler.

Die Landschaften Südafrikas kommen jeden Vorlieben entgegen: vom einsamen Sandstrand zum dicht bevölkerten In-Beach, von den ausgetrockneten roten Böden der Kalahari zu den fruchtbar-grünen Wäldern entlang der Garden Route, von Kapstadt am kalten Atlantik bis Durban am warmen indischen Ozean, von brütenden Temperaturen in der Karoo bis zu einer frischen Brise auf den bis zu 3000 m hohen Drakensbergen.

Und was wäre ein Besuch ohne eine Safari? Im weltberühmten Krüger-Park und vielen anderen Wildnisreservaten lassen sich Elefanten, Nashörner, Löwen, Leoparden, Büffel und unzählige andere Tiere beobachten.
Südafrika bietet im weltweiten Vergleich die wohl besten Wal-Beobachtungsmöglichkeiten vom Land und vom Meer aus. Und wer auch unter Wasser mehr Adrenalin ausschütten möchte, kann, geschützt im Käfig, mit den mehrere Meter langen Weißen Haien im Atlantik tauchen.

 

 

Kapstadt

 

Eingerahmt vom Tafelberg und seinen Nebengipfeln, umschlungen von der See, geschichtsträchtig in den alten Kolonialbauten und multikulturell, gehört Kapstadt sicherlich zu den schönsten Metropolen der Welt. Und seit ihrer Gründung durch Jan van Riebeeck im Jahr 1652 ist die Stadt beständig gewachsen.

Rund um das 1679 errichtete Castle of Good Hope spiegelt sich die koloniale Geschichte in viktorianischer und kapholländischer Architektur. In ehemaligen Vororten wie Bo Kaap begegnet man der farbenfrohen Welt des Orients: Steile, schmale Gassen werden gesäumt von niedrigen, in Pastelltönen gestrichenen Häusern; hier und da erblickt man das Minarett einer Moschee. In Bo Kaap leben Nachfahren von Sklaven, die im 17. und 18. Jahrhundert aus Indonesien, Sri Lanka, Indien und Malaysia verschleppt wurden.

Die meisten sind muslimischen Glaubens und bewahrten Sprache wie Kultur ihrer Heimatländer. Als Instrument der Verständigung über Volks- und Sprachgrenzen hinweg entwickelte sich hier das Afrikaans, die Verkehrssprache des südlichen Afrika.

Mehr als zehn Jahre Demokratie haben Kapstadt völlig verändert. Heute ist Cape Town eine Stadt extremer Kontraste. Die teuersten Immobilien der Welt liegen zum Teil in Gehweite zu Wellblechsiedlungen.

Hauptanziehungspunkt der Nachtschwärmer ist die Victoria & Albert Waterfront: Die Gegend rund um den Ostpier im Hafen von Kapstadt schien lange dem Verfall preisgegeben. Doch gegen Ende der 1980er-Jahre entstand nach dem Vorbild des Fisherman’s Wharf in San Francisco ein elegantes Shopping- und Vergnügungsviertel.

 

 

Kap-Halbinsel

 

Der gut 160 Kilometer lange Trip um die Kap-Halbinsel ist eine der schönsten und spektakulärsten Tagesrouten in Südafrika. Auf dem Weg zum Kap warten einige Highlights: atemberaubende Küstenstraßen, angesagte Traumstrände, Pinguine und Paviane. Wer sich mehr Zeit nimmt kann im Cape of Good Hope Nature Reserve das Kap erwandern.

 

Winelands – Garden Route

 

Jan van Riebeeck, der niederländische Begründer und erste Verwalter der Kapkolonie in Südafrika, pflanzte auch ein paar Weinreben. Im Jahr 1654 konnte er dann die erste Ernte einbringen und den daraus gekelterten Muscadet verkosten. Heute kommen, teils in Kooperation mit angesehenen europäischen Häusern, Spitzenweine aus der idyllischen Weinbauregion nordöstlich Kapstadts.

Südafrikas berühmteste Straße, die Garden Route, verläuft rund 200 Kilometer zwischen Mossel Bay und Storm River entlang der buchtenreichen Küste des Indischen Ozeans.
Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten am Wegesrand gehört die Lagune um Knysna; von der Felsanhöhe des Knysna Head bietet sich darauf ein fantastischer Blick. Plettenberg Bay dürfte das bekannteste Strandbad an der Garden Route sein; komfortable Ferienhotels und elegante Strandvillen reicher Südafrikaner säumen die puderweißen Strände. Im Südwinter kommen Wale in die Bucht, um ihre Jungen zu gebären. Im Tsitsikamma-Nationalpark steht ein Abschnitt der mit dichtem Urwald bestandenen Küste unter Naturschutz.

 

 

Drakensberge

 

Auf einer Länge von mehr als tausend Kilometern bilden die Drakensberge den Übergang vom südafrikanischen Binnenhochland bis zur Ostküste. Ihr nördlicher Teil, die Transvaal-Drakensberge, stehen als Blyde River Canyon Nature Reserve unter Naturschutz; die südliche Region heißt Natal-Drakensberge und besitzt mit Gipfeln bis zu 3377 Metern Höhe imposante Bergriesen und verschwiegene Seen. Unter dem Namen »uKhahlamba/Drakensberg Park« wurden sie zu einem Nationalpark erklärt.

Der größte Schatz im Nationalpark sind die Tausende Jahre alten Felsbilder der Buschleute (San).

 

Krüger-Park

 

Der vor etwa hundert Jahren eingerichtete Krüger National Park ist das tierreichste Schutzgebiet des Schwarzen Kontinents. Rund 2000 Kilometer Pisten und Teerstraßen erschließen die circa 20000 Quadratkilometer große Wildnis, 15 Rastlager – vom einfachen Zelt- bis zum Luxuscamp – bieten Unterkunft. Von den Dornbuschsavannen des Nordens wird die Vegetation nach Süden hin immer dichter: Mopanewälder sowie weite, grasbestandene Ebenen und dichte Akazienwälder sind Lebensraum einer faszinierenden Tierwelt, Begegnungen mit Leoparden sind m Park gar nicht ungewöhnlich.

 

 

 

 

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