Flitterwochen – Spanien

 

 

Spanien ist das Land mit der fünftgrößten Bevölkerung in Europa. Es grenzt an Portugal, Gibraltar und in den Pyrenäen an Frankreich und Andorra. Zum spanischen Territorium gehören die Balearen und die Kanarischen Inseln sowie drei kleinere Inselgruppen vor der Küste Afrikas. Spanien besitzt eine lange Atlantikküste im Norden und grenzt im Osten an das Mittelmeer.

 Spanien nimmt vier Fünftel der Iberischen Halbinsel ein, der europäischen Landmasse, die Afrika am nächsten liegt. Von Nordafrika ist es nur durch die Straße von Gibraltar getrennt – den engen Auslass des Mittelmeeres zum Atlantischen Ozean. Spanien verwaltet zwei kleine Gebiete im nordafrikanischen Marokko, Ceuta und Melilla. An der Meerenge des spanischen Festlandes liegt die britische Kolonie Gibraltar. In diesem 6,5 km2 großen Gebiet leben 27.000 Menschen, von denen die meisten in der Tourismusbranche und im Transportwesen arbeiten. Spanien und Großbritannien streiten sich seit vielen Jahren um die Herrschaft über die Kolonie. Im November 2002 entschieden sich die Gibraltarer in einem Referendum für den Verbleib bei Großbritannien, doch es ist zu erwarten, dass die Verhandlungen auch in der Zukunft fortgesetzt werden.

Mehrere große Gebirgszüge durchziehen das Land und eine große Zentralebene nimmt fast die Hälfte des spanischen Festlandes ein, die Meseta.

In Nordosten liegen die Pyrenäen und von dort aus Richtung Westen entlang der spanischen Atlantikküste verläuft das Kantabrische Gebirge. Im Osten verlaufen Gebirge südöstlich des Kantabrischen Gebirges zum Mittelmeer hin, während südlich der zentralen Ebene die Bergkette Sistemas Beticos liegt.

Im größten Teil Spaniens herrscht ein warmes mediterranes Klima, das je nach Höhe Lage unterschiedlich ist. Während in Nordspanien die Temperaturen im Winter unter 0°C fallen, verzeichnet Malaga an der Südküste im Winter eine Durchschnittstemperatur von 13,9 °C.

Traditionell ist Spanien ein Agrarland, indem eine Vielzahl von Nutzpflanzen angebaut wird, von Zuckerrüben und Getreide bis hin zu Zitrusfrüchten und Weintrauben, und trotz der Industrialisierung spielt die Landwirtschaft immer noch eine große Rolle. Spanien gehört auch zu den größten Weinproduzenten der Welt.

 

 

Barcelona

 

Mit knapp 1,7 Millionen Einwohnern ist Barcelona die heimliche Hauptstadt Spaniens.
Die Stadt hat eine sehr vielfältige Geschichte: Hannibals Vater soll sie gegründet haben, für die Römer war sie eine wichtige Festung, im Mittelalter kam sie in den Besitz der Kalifen von Cordoba, und später wurde sie zur Residenz der Könige von Aragon.

Heute ist Barcelona eine Stadt der Kultur, der Industrie und des Handels. Künstler wie Joan Miro, Salvador Dali, Antoni Gaudi und Pablo Picasso haben hier gelebt und sind in ihren Bildern und Bauten präsent.

 

Der Alte Hafen, Port Vell, liegt zu Füßen des Rambles nahe am alten Zollhaus (1902) beim Portal de la Pau, der früheren Hafeneinfahrt von Barcelona. Vor allem abends und am Wochenende pulsiert auf der die Placa de Catalunya mit dem Hafen verbindenden, in fünf ganz unterschiedlich geprägte Abschnitte eingeteilten Prachtstraße La Rambla das Leben. Das Gotische Viertel (Barri Gotic) ist das Herz der Stadt. Es erstreckt sich vom Hafen bis zur Kathedrale und markiert den Ort, an dem die Römer einst unter Augustus ihre Siedlung gründeten. Barcelonas grandiose Markthalle La Boqueria gehört zu den schönsten in Europa.

Die Placa del Rei gehört zu den beliebtesten Treffpunkten in der Altstadt. Flankiert wird der Platz vom Palau Reial Major – dem im 13. Jahrhundert errichteten Königspalast, in dem Kolumbus nach seiner Rückkehr aus Amerika empfangen wurde -, der Palastkapelle Santa Agata und der Casa Clariana-Padellas, wo die umfangreichen Bestände des Historischen Stadtmuseums aufbewahrt werden.

Der schönste Stadtplatz und ein beliebter Treffpunkt ist die 1848 östlich der Rambla angelegte Placa Reial. Der Architekt Antoni Gaudi y Cornet, einer der herausragenden Vertreter des Modernisme, der katalanischen Variante des Jugendstils, schuf Prachtbauten wie die Sagrada Familia, eine 1882 ursprünglich im neukatalanischen Stil entworfene Kirche, die bis heute nicht vollendet wurde.

Für den Mäzen Eusebi Güell errichtete er einen eigenwillig gestalteten Stadtpalast, den Palau Güell, der nach vier Jahren Bauzeit 1889 fertig gestellt wurde. Hier wie in den anderen Bauwerken Gaudis dominieren Ornamentierungen und organische Formensprache: Die Casa Mila (1905-1911) ist ein mehrstöckiges Wohnhaus, in dessen bizarrer Gestaltung Architektur und Skulptur kaum zu unterscheiden sind, die Casa Batllo (1904 bis1906) ein grandioser Stadtpalast, dessen Dach Gaudi als Drachen formte und mit Mosaikkaminen schmückte.

 

 

Mallorca

 

„Wenn du das Paradies ertragen kannst“, meinte die Schriftstellerin Gertrude Stein, „dann komm nach Mallorca“. Die rund 170 Kilometer vom spanischen Festland entfernte Insel im Mittelmeer wird jährlich von Millionen Touristen besucht und hat doch noch immer ihre stillen Buchten und verträumten Landschaften. Mallorca ist eine Insel wie ein ganzer Kontinent: ein 3640 Quadratkilometer großes, vom Meer umschlungenes Ferienparadies und doch nur ein,
wenn auch zweifellos der bekannteste Teil eines ganzen Archipels.

Mallorca ist so reizvoll wegen seiner unglaublichen Vielseitigkeit. Es gibt so viel zu entdecken – wunderschöne kleine Buchten und Sandstrände ebenso wie schroffe Gebirgsketten und idyllisch gelegene Bergdörfer.

Mallorca, Menorca, Ibiza, Formentera und Cabrera sowie mehrere kleine Felseninseln bilden die Gruppe der Balearen vor der spanischen Küste im westlichen Mittelmeer, über die der spanische Künstler Miguel S. Oliver einmal meinte, das Besondere an ihnen sei „die Vielfalt von Facetten, der berauschende Reichtum auf kleinstem Raum: voller Überraschungen, Gegensätze und Widersprüche. Man könnte meinen, die Natur habe sich bemüht, hier eine Sammlung erlesener Einzelstücke zu präsentieren, eine wahre Anthologie der Landschaften“.

 

 

Kanarischen Insel

 

„Insel der Seligen“ nannte man sie in der Antike, wegen des ganzjährig milden Klimas spricht man auch von den Inseln des „Ewigen Frühlings“.
Sieben große – Gran Canaria, Teneriffa, Fuerteventura, Lanzarote, La Palma, La Gomera, Hierro – und sechs kleinere Inseln bilden die „Islas Canarias“ im Atlantik, eine autonome spanische Region – etwa 1100 Kilometer vom Festland entfernt. Die beiden östlichen Inseln, Lanzarote und Fuerteventura, sitzen dem afrikanischen Festlandsockel auf, die übrigen erheben sich aus 3000 Metern Meerestiefe.

 

 

 

 

 

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