Flitterwochen – Italien 

 

 

 

Italien wurde 1860/61 zu einem Land vereinigt und ist heute ein bedeutender Industriestaat mit landwirtschaftlicher Basis.

Ein Großteil Italiens erstreckt sich als lange Halbinsel ins Mittelmeer. Im Norden grenzen vier Länder an Italien: Frankreich, Schweiz, Österreich und Slowenien. Innerhalb des italienischen Staatsgebiets gibt es zwei winzige unabhängige Staaten:

San Marino und Vatikanstadt. Im Nordosten des Landes liegt Italiens größte Ebene, die lombardische Ebene, die von Italiens längstem Fluss, dem 652 km langen Po, bewässert wird. Entlang der Westküste Italiens von Genua im Norden bis nach Neapel liegen Tiefebenen, die von Bergen, Ebenen und Gipfeln unterbrochen werden. Diese Region ist neben der lombardischen Ebene die fruchtbarste und die am dichtesten besiedelte des gesamten Landes.

Das archetektonische Erbe und seine Mittelmeerküsten machen Italien zu einem der beliebtesten Reiseziele weltweit. Das Festland hat für jeden Geschmack etwas zu bieten: geschichtsträchtige Städte, äußerst vornehme und populäre Strände, strahlende Landschaften wie die Toskana, aktive Vulkane wie den Ätna… Nicht zu vergessen die Inseln, die mit einer perfekten Mischung aus Badevergnügen und Kultur locken.

 

 

Dolomiten – Südtirol

Insgesamt erstrecken sich die Dolomiten über eine Fläche von knapp 142 000 Hektar. Mit 3343 Metern ist die Marmolada ihr höchster Gipfel.

Für schroffen Charme sind aber auch die Drei Zinnen (2999 Meter) oder dieRosengartengruppe bekannt, deren höchste Erhebung, der Kesselkogel, 3004 Meter hoch ist. Die Dolomiten sind eine Region der Gegensätze: Satte Almwiesen wechseln sich mit zerklüfteten Felsspitzen und Flächen voller Erosionsschutt ab. Verantwortlich dafür sind die unterschiedlichen Entstehungsgeschichten der einzelnen Teillandschaften, die unter anderem durch versteinerte und emporgehobene Korallenriffe sowie Gestein vulkanischen Ursprungs dokumentiert werden.

Von Gletschern geprägte Oberflächen sind in den Dolomiten ebenso zu finden wie die für Kalk typischen Karstformationen. Damit sind die Dolomiten das herausragende Beispiel einer Landschaft, an der – auch anhand von Fossilien – wesentliche Stufen der Erdgeschichte abgelesen werden können. Diese Geschichte ist jedoch nicht stehen geblieben. Ihre Dynamik zeigt sich an Hochwassern, Erdrutschen, Felsstürzen und Lawinen, die die Oberfläche immer wieder neu gestalten.

Südtirol ist weltberühmt für seine einzigartigen Bergwelten. Doch in dieser gewaltigen Kulisse verbergen sich Schätze, die den meisten Menschen unbekannt sind.
Aber Südtirol bietet mehr als herausfordernde Felswände und Almen wie aus dem Bilderbuch.
In der gewaltigen Kulisse verbergen sich Schätze, die den meisten Menschen unbekannt sind: verwunschene Moorlandschaften, in Felsritzen versteckte Blütenteppiche und von Menschenhand geformte

Landschaften wie die lichtdurchdrungenen Lärchenwälder und die kilometerlangen Waalverläufe – ein aus dem Mittelalter stammendes Bewässerungssystem im Vinschgau.
Die Seiseralm ist eine der größte Almen und das größte Bergblumenparadies Europas.

 

 

Venedig

 

Bühne frei für eine Stadt, über die der Schriftsteller Harold Brodkey meinte, sie sei »ein Land für sich …., eine Stadt von unbändigem Willen“.
Lasst die Geschichtsträchtigkeit durch alte Stadtpaläste und Gebäude auf Euch wirken und erlebt eine der kulturreichsten Städte auf der Welt.

Von der Piazzetta aus gut zu sehen, liegt auf einer kleinen Insel im Canale della Giudecca San Giorgio Maggiore – eine der mehr als 100 Inseln Venedigs. Im Jahr 1109 sollen die Reliquien des heiligen Stephanus von Konstantinopel hierhergebracht worden sein, wo durch sich das Kloster neben dem Grab des Apostels Markus zu einem der wichtigen Pilgerziele in der Lagunenstadt entwickelte.

Im Jahr 1223 wurde das Kloster durch ein Erdbeben zerstört – die heutigen Gebäude entstanden zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert.

 

Am Markusplatz findet man die beiden wichtigsten kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten von Venedig: die Basilica di San Marco und den Palazzo Duccale. Hinzu kommen der Campanile und der Uhrturm (Torre dell’Orologio) sowie Cafes wie das Quadri und das Florian. Eingefasst wird der Platz von den arkadengesäumten Prokuratien – ehemaligen Verwaltungsgebäuden. Der Markusdom mit seinen fünf mosaikgeschmückten Portalnischen bildet den östlichen Abschluss des Markusplatzes. Der rund vier Kilometer lange, von prächtigen, aus fast fünf Jahrhunderten stammenden Adelspalästen gesäumte Canal Grande ist die Hauptverkehrsader Venedigs, auf der sich die Gondeln und Vaporetti drängen. Seinen Abschluss, vor Ausfahrt aus dem Kanal, bildet am rechten Ufer die Barockkirche Santa Maria della Salute mit ihrer mächtigen Kuppel.

Der rund vier Kilometer lange, von prächtigen, aus fast fünft Jahrhunderten stammenden Adelspalästen gesäumte Canal Grande ist die Hauptverkehrsader Venedigs, auf der sich die Gondeln und Vaporetti drängen. Etwa auf halber Strecke überspannt die überdachte Rialtobrücke den Canal Grande.

 

 

Florenz

Der beste Panoramablick auf Florenz bietet sich vom nahe gelegenen Fiesole im Norden. Der größte Teil des kunsthistorischen Erbes der Stadt der Medici stammt aus der Zeit zwischen dem 12. und 16. Jahrhundert etwa die Piazza della Signoria mit dem Palazzo Vecchio, der Loggia die Lanzi und einer Nachbildung des „David“ von Michelangelo – dasschönste architektonische Ensemble der Stadt -, der Medicipalast oder der Palazzo Pitti mit den berühmten Fresken der Medici. Die Kuppel des Domes Santa Maria del Fiore wurde von Brunelleschi entworfen, sein Glockenturm von Giotto.

Florenz‘ Kirchen wie San Marco, das ein Kloster und Werke von Fra Angelico beherbergt, Santa Croce und Santa Maria Novella sind weltberühmt. Die Uffizien, in denen die Sammlungen der Medici mit zahlreichen Werken von Botticelli, Dürer, Michelangelo, Raffael und Rembrandt untergebracht sind, sind das bedeutendsteMuseum der Stadt.

 

Mailand

Von Mailand aus wurde in der Spätantike zeitweise das römische Weltreich regiert. Größte Sehenswürdigkeit ist der Dom, das Herz der Stadt aber schlägt auf der Piazza del Duomo.
Bekannt ist Mailand auch als Stadt der Mode, der Raffinesse und der Antiquitäten.

 

 

Rom

Über sieben Hügel erstreckt sich das außergewöhnliche Rom. Jeder Meter ist förmlich von berühmten historischen Sehenswürdigkeiten bedeckt, vor allem auf dem Palatin.
Das Kolosseum, das Pantheon, die Trajanssäule mit dem beeindruckenden Flachrelief sowie die Diokletians- und die Caracallathermen entstanden während der Kaiserzeit.

Ihnen folgten Kirchen und Basiliken wie San Giovanni in Laterano und Sankt Laurentius vor den Mauern. Die Renaissance brachte den Palazzo Venezia, die Kunst Raffaels und Michelangelos in der Sixtinischen Kapelle, das heutige Gesicht des Petersdoms und den Adelssitz Palazzo Farnese hervor.

Die Barock-Kunst zeigt sich in der Piazza Navona mit dem Springbrunnen von Bernini. Die berühmtesten Museen außerhalb des Vatikans sind die Galleria Borghese und die Nationalgalerien für antike Kunst an den Palazzi Barberini und Corsini.

 
 

Neapel

„Neapel sehen und sterben“ –schon beim Anblick seiner umwerfend schönen Bucht versteht man diese geflügelten Worte. Der Vesuv ist die potenzielle Bedrohung der Stadt, in der die Pizza erfunden wurde. Dank ihrer vielen Gässchen vermittelt die eher wirtschaftsschwache Stadt einen charmanten Eindruck. Auch an Kunst fehlt es nicht: Es gibt Palazzi wie den Palazzo Reale, Kirchen, etwa San Pietro a Maiella, Klöster wie das Santa Chiara, und andere kunstvolle Bauwerke, wie das Castel Nuovo und die Oper San Carlo.

 

 

Amalfiküste, Capri

Die Amalfiküste, eines der landschaftlichen Wunder Italiens, sollte man sich idealerweise erwandern, indem man zum Beispiel in Castellammare die „Stabia“ nimmt die Seilbahn auf den Monte Faito. Vom Gipfel steigt man entweder auf dem Rücken der Sorrentinischen Halbinsel gemächlich ab gen Sant‘ Agata sui due Golfi.

Oder man nimmt den Weg südwärts nach Positano, quer durch eine verzauberte Natur. Die Küstenstraße von Positano über Praiano nach Amalfi, Minori und Maiori verläuft hoch über dem Meer, bietet atemberaubend schöne Ausblicke auf traumhafte Buchten und malerische Orte. Verliebte suchen in Ravello die Villa Rufolo und die Villa Cimbrone auf. Von ihr aus hat man ein herrliches Panorama auf Küste und Meer.

Mit 6,25 Kilometer Länge und maximal 2,5 Kilometer Breite ist die Insel Capri relativ klein. In Marina Grande legen die Fähren vom Festland an. Zu besichtigen sind die Ortschaften Capri und Anacapri, die Felsklippen des Arco Naturale und die Blaue Grotte, die wohl schon Kaiser tiberius kannte.

 

 
 

Sizilien

 

„Italien ohne Sizilien macht gar kein Bild in der Seele; hier ist erst der Schlüssel zu allem“, meinte Goethe am 13. April 1787 in seiner „Italienischen Reise“ über die größte Insel in Mittelmeer. Nur durch eine drei Kilometer breite Meeresstraße von der italienischen Stiefelspitze entfernt, im Schnittpunkt zwischen Europa und Afrika gelegen, ruht sie der Legende nach auf drei tief im Meer verankerten Pfeilern, die ihre griechischen, arabischen und römischen Wurzeln widerspiegeln sollen.

Drei Gebirgsstöcke – Peloritani, Nebrodi und Madonie – durchziehen Sizilien von Ost nach West, das geologisch die Fortsetzung der Apenninhalbinsel ist. Siziliens Ostseite mit dem Ätna, dem größten und aktivsten Vulkan Europas – zugleich der höchste Gipfel des außeralpinen Italiens -, ist stark vom Vulkanismus geprägt. Auf dem fruchtbaren Vulkanboden gedeiht ein irdisches Paradies mit Mandelbäumen und Orangenplantagen. 1693 wurde der gesamte Südosten von einem Erdbeben erschüttert, das rund 60 000 Menschen das Leben kostete.

Beim Wiederaufbau entstanden die Barockstädte und -kirchen, für die Sizilien noch heute berühmt ist. Im Bannkreis des Ätna dessen Silhouette die gesamte Ostküste dominiert, liegen die quirlige Großstadt Catania und die Touristenmetropole Taormina. Sehr empfehlenswert ist zudem ein Besuch von Syrakus, der größten antiken Stadt Siziliens.

Palermo, die an der Nordwestküste gelegene Inselhauptstadt, war im Ersten Punischen Krieg der Hauptstützpunkt der karthagischen Flotte und erlebte in der Folge unter Arabern, Normannen und Staufern kulturelle Blütezeiten sondergleichen.

Aus all diesen Epochen hat sich ein immenser Schatz an Baudenkmälern erhalten.
Rund acht Kilometer von Palermo entfernt liegt das Bischofsstädtchen Monreale. Von der Anhöhe des Monte Caputo hat man die sizilianische Hauptstadt mit ihrer wie mit dem Zirkel gezogenen Bucht, der Conca d’Oro, unvergleichlich schön vor sich liegen. Hauptsehenswürdigkeit aber ist die Kathedrale. 1172 hatte Wilhelm II. von Sizilien hier in luftiger Höhe eine Benediktinerabtei gestiftet, um die sich bald eine Stadt bildete.

Seit der Mitte des 8. Jahrhunderts v.Chr. wanderten Griechen nach Sizilien ein. Griechische Gründungen auf Sizilien sind etwa Naxos, Messina, Catania, Syrakus, Gela und Agrigent. So wurde die Insel zum westlichen Mittelpunkt der griechischen Kultur. Unweit der heutigen Stadt Agrigent an der Südküste Siziliens befindet sich das Valle dei
Templi mit den imposanten Überresten von Akragas, einer der bedeutendsten griechischen Kolonien.

 

 

Sardinien

Sardinien ist nach Sizilien die zweitgrößte Insel im Mittelmeer. Nebeneiner großartigen Natur findet man hier auch viel Kultur: Phönizier, Römer und Vandalen, Byzantiner, Araber und Pisaner, Genueser, Aragonesen, Spanier und die Italiener vom Festland hinterließen hier ihre Spuren. Aber mit ihrer eigenen Sprache und Kultur wussten die Sarden sich trotzdem zu behaupten.

Der Norden mit seinen grandiosen Tauch- und Segelrevieren gilt als die beliebteste Region.

Hier gibt es hübsche Ortschaften mit alten, verwinkelten Stadtkernen und einer guten touristischen Infrastruktur sowie einer wildromantischen Landschaft mit pittoresken Granitfelsen und dunkler Macchia im Hinterland. Legendär ist die »Costa Smeralda«, die Smaragdküste, wo zu Beginn der 1960er-Jahre Prinz Aga Khan ein exklusives Feriengebiet schuf.

Die Felsformation des Capo d’Orso zählt zu den Wahrzeichen der Costa Smeralda mit ihren klaren Meeresbuchten und verwunschenen Landschaften. Die nur wenige Kilometer breite Bocca di Bonifacio trennt das Capo Testa mit seinen bizarren Felsformationen von der nördlich gelegenen Insel Korsika. Die Grotta di Nettuno, eine Tropfsteinhöhle bei Alghero in der Nähe des Capo Caccia, erreicht man über die beschwerliche, 656 Stufen zählende Escala del Cabirol.

Der Maddalena-Archipel, am nordöstlichen Ende Sardiniens gelegen und seit dem Jahr 1996 als Nationalpark geschützt, besteht aus vier größeren Inseln – Maddalena, Santo Stefano, Caprera, Spargi und einer Vielzahl kleiner.

 

 

 

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