Flitterwochen – Fidschi

 

 

Die Fidschi-Inseln kommen dem Paradies wohl sehr nahe. Hier findet ihr nicht enden wollende weiße Sandstrände, türkisfarbenes Wasser, farbenprächtige Korallenatolle, dichte Wälder, Kokospalmen und Mangroven und Bewohner, die jeden Gast willkommen heißen.

Fidschi, 2.000 km nördlich von Neuseeland, ist die einwohnerreichste und am besten entwickelte Nation der pazifischen Inselstaaten und besteht aus rund 330 Inseln, von denen 106 bewohnt sind.

Die große Mehrzahl der Fidschiinseln liegt für pazifische Verhältnisse eng beisammen – in einem Radius von 250 Kilometern. Die Mehrheit der Bevölkerung lebt auf den zwei größten Inseln Viti Levu und Vanua Levu. Sie sind vulkanischen Ursprungs, wie noch einige weitere Inseln, und das Landesinnere ist bergig.
Es herrscht vornehmlich tropisches Klima, an der windzugewandten Seite der Inseln (Südost) fallen im Jahr stolze 3000 bis 5000 Millimeter Regen. Dieser nährt im Bergland dichte Wälder, an den Küsten findet man Mangroven und Kokospalmen.
Auf der größten Insel, Viti Levu, sprudeln heiße Quellen und eine Reihe von Flüssen. Typisch für Fidschi sind tief liegende Korallenatolle. Die Inselgruppe gilt als das weltbeste Tauchgebiet für Weichkorallen.

 

 

70 % der Arbeitskräfte sind in der Landwirtschaft tätig, angebaut werden unter anderem Bananen, Kakaobohnen, Mais, Kokosnüsse, Reis und Zuckerrohr. Fidschis Nahrungsexporte übersteigen die Importe um ein Drittel.

Die größte Industrie ist die staatlich kontrollierte Zuckerverarbeitung. Zucker macht die Hälfte der Exporte aus. Holzwirtschaft und Fischfang sind wichtige Industriezweige und bis zu den Konflikten im Jahr 2000 war der Tourismus der am schnellsten wachsende Wirtschaftszweig.

Fidschi verfügt nicht über fossile Brennstoffe, aber ein großes Wasserkraftwerk auf Viti Levu erzeugt über drei Viertel des benötigten Stroms. Hier liegt auch Fidschis größter privater Industriebetrieb, die Vatakoula-Goldmine, die rund 1.600 Arbeiter beschäftigt.

Fidschi, die »Kreuzung des Pazifik«, erlebte mehrere Einwanderungswellen, das Volk der Lapita soll die Inseln vor 3.500 Jahren erreicht haben. Heute gibt es kleine chinesische, europäische und pazifische Minderheiten, aber die zwei Hauptgruppen sind Melanesier und Inder, die vor Generationen zur Arbeit in den Zuckerrohrfeldern nach Fidschi gebracht wurden, als es noch britische Kolonie war. Vom Zweiten Weltkrieg an, nach der Unabhängigkeit von 1970, und bis in die 1980er-Jahre hinein waren die hinduistischen Inder den meist christlichen Melanesiern zahlenmäßig überlegen.
Spannungen zwischen den Gruppen dominieren die Politik von Fidschi. Von 1987 bis 2000 stürzten blutige Unruhen und mehrere Militärputsche Fidschi in eine wirtschaftliche Krise, viele Inder verließen das Land.

 

 

 

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