Flitterwochen – Australien

 

 

Mit Australien wird so manche Superlative verbunden: Größte Insel der Erde, oder einziger Kontinent, der ein Land ist. Australien ist das weltweit sechstgrößte Land mit allerdings nur zwanzig Millionen Einwohnern.

Doch Australien hat vieles zu bieten, was einen Aufenthalt oder eine Reise interessant macht. Landschaft und Vegetation sind überaus wechselhaft. Da sind zum einen die Blauen Berge, grüner Regenwald oder hellgrüne Wildnis und zum anderen weiße Strände sowie die rote Erde des Outback, also der australischen Regionen, die fernab der Zivilisation liegen. Sie machen knapp 75 % der Landesoberfläche aus, und ein Großteil der heimischen Pflanzen und Tiere sind nur hier zu finden.

Australien wird auch das ‚Lucky Country‘ genannt. Damit ist der große Reichtum an Mineralien, Ressourcen und Rohstoffen gemeint, inklusive der Sonne mit ihrer Kraft und Intensität. Die Aborigines als die australischen Ureinwohner mit ihren Felsmalereien sind ebenso bekannt wie das Great Barrier Reef, das als weltweit größtes Korallenriff im Jahre 1981 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt wurde.

 

 

Zentralaustralien

Natur und Besucher treffen im sogenannten Outback aufeinander, jenen unendlich weiten Regionen im Landesinneren, die von semiariden Buschlandschaften, rotsandigen Flächen, Felsen und dürren Bäumen gekennzeichnet sind.

Dort leben Aborigines und Viehhüter auf riesigen Farmen, dort rollen die gewaltigen Lastwagen, die road trains, dort springen Kängurus und weiden wilde Dromedare. Im Herzen des Landes erstreckt sich die Simpson Wüste, das Red Centre – dieser Name kommt von den von Buschwerk durchsetzten roten Sanddünen. Die Schluchten des King’s Canyon, dann Alice Springs, die Wüstenstadt schlechthin, sind ein Vorgeschmack auf Ayers Rock (Uluru) jenseits der Ebene. Dieser Inselberg aus Sandstein, ist mit neun Kilometer Umfang der größte Monolith der Welt und der heilige Berg der Ureinwohner. Sie verzierten seine Höhlen mit Felsgravuren und -maiereien.

Man kann den 348 Meter hohen Ayers Rock hinaufklettern oder ihn in drei Stunden umrunden. Vor allem kann man ihn bei Sonnenuntergang bewundern, wenn er, wie die 36 Kuppen der Olga Mountains 20 Kilometer weiter westlich, in rot-orangefarbenen Tönen erstrahlt.

Vom Red Centre in Richtung Adelaide fährt man mit der Eisenbahn am Eyre-See entlang. Dann gelangt man in die Flinderskette und die saftiggrünen Landschaften von Wilpena Pound. In Coober Pedy entstanden durch den Opalabbau Wohnhöhlen.

 

 

Ostaustralien

Die Blue Mountains sind in großen Teilen wegen der Artenvielfalt an Eukalyptusbäumen zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt worden. Der Gebirgszug beginnt etwa 60 Kilometer westlich der australischen Hauptstadt und ist mit dem Blue-Mountains-Nationalpark eines der schönsten Ausflugsziele auf dem Kontinent.

Hier haben sich senkrechte Steilwände aus Sandstein gebildet, mit Canyons (Grose, Gowez Cox), Wasserfällen (Katoomba,vor allem aber Govett’s Leap) und Höhlen (Jenola). Die Region Hunter Valley nördlich von Sydney ist bekannt bis berühmt für ihren Weinanbau.

Die zahlreichen Weinkeller in Hunter Valley sind für Touristen eine Attraktion, und zu den beliebten Weinproben reisen auch Einheimische an. Im Anschluss daran dehnt sich tropischer Regenwald bis südlich von Cairns.

 

Nordaustralien

Im „Top End“ erstreckt sich Arnhem Land zwischen den Schluchten des Katherine-Flusses und dem riesigen Kakadu-Nationalpark, wo der Film „CrocodileDundee“ gedreht wurde.

Hier im Gebiet von Kimberley, im Nordwesten dieses Erd- und Landesteils, hatten vor mehr als 40.000 Jahren die Aborigines als erste Ureinwohner ihre Heimat. Sehenswert ist die Landschaft mit ihren Bergen und Schluchten von Bungle Bungle im Purnululu-Nationalpark. Daran schließt sich die Tanamiwüste an.

Sie ist etwa 38.000 Quadratkilometer groß und hat ihren Namen von den Aborigines erhalten. Noch heute wird hier in der Tanamiwüste eine Goldmine betrieben. Obiri Rock sowie Nourlangi Rock sind zwei historische Stätten der Aborigines, an denen zahlreiche Felsmalereien zu besichtigen sind. Im Nordosten liegt auf der Halbinsel Cape York, der äußersten Spitze von Queensland, ein eindrucksvoller Urwald.

Die „Wet Tropics“, die Feuchttropen, und der tropische Regenwald im Lamington-Nationalpark runden das reiche Angebot an Naturschönheiten dieses Staates ab.

 

 

 

Westaustralien

Der Karijini-Nationalpark ist mit 6.300 Quadratkilometern der zweitgrößte Nationalpark in Westaustralien. Die Landschaft kann als wild bis urban bezeichnet werden und bietet beste Voraussetzungen für einen Trekkingurlaub. Seen, Schluchten und Wasserfälle sind ebenso zu finden wie trockene Steppe, und Flora sowie Fauna sind so einmalig schön wie für den Besucher fremdartig. Fledermäuse, Dingos und Lurche leben hier neben Geckos, Pythons und verschiedenen Känguruarten. Die Einmaligkeit an dem Ende der 1960er Jahre gegründeten Nationalpark sind die Tafelberge und die vielen Schluchten. Sie prägen das gesamte Landschaftsbild.

Die Stadt Kalgoorlie zwischen Perth und Adelaide im Südwesten liegt in einer Region, die Ende des 19. Jahrhunderts einen Goldrausch erlebte. Das Museum of Goldfields und die Goldmine von Hannans North zeugen von dieser Vergangenheit.

 

Südaustralien

Die Insel Tasmanien, das Anhängsel Australiens, bietet Nationalparks, Wälder, Seen und Wasserfälle. Sie zieht Wanderer an, die bizarre Landstriche suchen. Dazu zählt der Südwesten der Insel (Mount Field Park), insbesondere aber der Westen, wo der 80 Kilometer lange „OverlandTrack“ den Nationalpark Cradle Mountain durchquert. In diesen Regionen mit Baumfarnen, Heidegewächsen, Beuteltieren und Wallabys, sind Trekkingtouren der neueste Trend.

Etwa 100 Kilometer östlich von Hobarth besuchen Touristen gern das alte Straflager von Port Arthur und die Toteninsel.

 

 

Ostküste

Hier liegt das über 2.500 Kilometer lange Great Barrier Reef, das weltweit größte Korallenriff. Mehrere hundert Steinkorallenarten wurden im Laufe der Zeit erfasst und zählen zum UNESCO-Weltnaturerbe. Eine der wichtigen Aufgaben des Landes besteht darin, das Welterbe vor den Auswirkungen des stetig steigenden Tourismus zu schützen.

Die nur zehn Quadratkilometer große Insel Dunk Island mit ihren Stränden ist eines der schönsten Ausflugsziele an der Ostküste. Die Inselfläche ist größtenteils naturgeschützt, auf ihr leben etwa einhundert seltene Vogelsorten. Sowohl auf Dunk Island als auch auf dem Great Barrier Reef ist der Tauchsport in seinen vielen Facetten für jeden Urlauber ein Erlebnis.

 

Nordküste

Die touristische Sehenswürdigkeit an der Nordküste des Kontinents sind die Cobourg-Halbinsel sowie die Tiwi-Inseln Bathurst und Melville. Hier lebt das Ureinwohnervolk der Tiwi-Aborigines, bekannt für seine Handwerkskunst und die kunstvoll geschnitzten Begräbnistotems.

Für den Besuch dieses Gebietes ist eine Genehmigung erforderlich, die in der Regel problemlos erteilt wird. Ansonsten zählt die Nordküste zu den weniger frequentierten Touristengebieten des Landes.

 

Westküste

Westküste Mit 22 Kilometern ist der bekannte Cable Beach das touristische Ziel an der Westküste des Landes. Der Name stammt aus dem Jahre 1889, als damals ein Telegrafenkabel vom australischen Broome nach Java verlegt wurde. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Krokodilfarm Crocodile Park sowie der historische Japanische Friedhof mit 600 Gräbern aus der Zeit der Perlenbooms.

Die Küstenstadt Broome ist beliebter Ausgangspunkt für Trekkingreisen in die Kimberleys-Region, eine der noch immer wildesten Gegenden des Kontinents. Wassersport wie Ski, Surfen und Tauchen zählt zu den Aktivitäten und Attraktionen in den Orten entlang der Westküste, bis hinunter nach Perth, der Hauptstadt des Bundesstaates Western Australia.

 

 

Südküste

Weit im Südosten liegt Byron Bay, wo man auf eine Klientel trifft, die dem Massentourismus auszuweichen versucht. Dann folgen 30 Kilometer Küste um Sydney mit vielen Badeorten. Der mondänste Strand der Stadt ist Bondi Beach. Dort lässt man sich sehen, surft und kultiviert den Mythos der Beach Culture und der life savers (Rettungsschwimmer).

Südaustralien verdankt seine touristische Anziehungskraft den Stränden an der Südküste im Gebiet um Adelaide, dem Murray-Fluss, der Great Ocean Road (die Küstenstraße im Südosten), den Schätzen des Bundestaates Victoria – etwa dem Wilsons-Promontory-Nationalpark, dem Pon Campbell-Nationalpark, dem Otway-Nationalpark mit einem der letzter, gemäßigten Regenwälder der Welt und Salzseen in der Desert Wilderness.

Zwischen Warrnambool und Kap Otway gibt’s von Juni bis September Südkaper (Glattwale) zu sehen. Am Strand von Lome trifft man auf Schnabeltiere, und Torquay ist ein weltbekanntes Surfzentrum.

 

Städte

Canberra, Melbourne, Sydney Australien wird nahezu immer mit den beiden Metropolen Sydney und Melbourne genannt. Weniger bekannt ist, dass Canberra die Hauptstadt des fünften Kontinents ist. Als Anfang des 20. Jahrhunderts keine Einigung zwischen Sydney und Melbourne möglich war, einigte man sich auf Canberra als Hauptstadt. Sehenswert und bei den Touristen beliebt sind Besichtigungen der ältesten Stadtbezirke North Canberra und South Canberra sowie des Stadtteils Parkes. Nationalmuseum, Nationalbibliothek sowie das Australian War Memorial zählen zu den Zielen, die auf jedem Besichtigungsprogramm stehen.

Sydney hat eine besondere Atmosphäre, nicht nur wegen der kühnen Architektur des Opernhauses. Als Wahrzeichen der Stadt gelten das muschel- und segelförmige Opera House sowie die Harbour Bridge. Spätestens zu jedem Jahreswechsel werden diese beiden Sehenswürdigkeit weltweit gezeigt.

Das Gebiet um den Darling Harbour herum ist das Unterhaltungs- und Vergnügungszentrum der Stadt, und Sydney Olympic Park, Taronga Zoo sowie Bondi Beach und Manly Beach sind die Ziele für Spiel, Sport und Erholung. Der Luna-Park, am Ostufer der Lavender Bay gelegen, ist ein großer und auch bei Touristen beliebter Freizeitpark.

Das Klima in Sydney ist während des ganzen Jahres beständig und liegt selten über 25° Celsius. Melbourne ist als Hauptstadt des Bundesstaates Victoria nach Sydney die zweitgrößte Stadt im Lande. Melbourne war jahrelang die weltweit lebenswerteste Stadt, was sich in erster Linie auf Kultur, Lebenshaltung, Klima und soziales Umfeld bezog.

Der Sportinteressierte denkt bei Melbourne sofort an die Australian Open im Tennis sowie an den Autorennsport der Formel1. Das unterirdisch angelegte Aquarium im Flussbett des Yarra River zählt zu den Touristenattraktionen der Stadt. ‚Summer-Fun-in-the-Parks‘ ist als ein Unterhaltungs- und Vergnügungsprogramm in den Sommermonaten auch für Einheimische ein jährliches Highlight mit viel Open-Air-Konzerten und Events. Und das Melbourne Museum sowie der historische Queens-Victoria-Markt im Stadtzentrum stehen bei allen Programmen für eine Stadtbesichtigung mit an oberster Stelle.

 

 

 

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