Visionen in Weiß – weiße Edelmetalle

 

Auf den ersten Blick ähneln sie einander. Erst beim zweiten Blick sieht man deutlich die Unterschiede. Was unterscheidet nun Platin von Silber oder Weißgold? Und warum ist das eine sehr viel wertvoller als das andere?

Hier findet Ihr einige Anhaltspunkte, die Euch bei Eurer Trauringwahl helfen können.

 

Platin

Platin ist wohl das wertvollste Edelmetall. 50.000 Tonnen Fels werden täglich im Bushveld-Komplex, dem weltweit größten Platinvorkommen, etwa 150 Kilometer nordwestlich von Johannesburg gebrochen. Mit Fließbändern und Förderkörben geht es ans Tageslicht, dann zu einer Mühle, wo es zu Sand zermahlen wird. Danach geht’s in die Schmelze, mit brodelnden Tiegeln, 15.000 Grad und beißendem Schwefelgeruch.

Die gewonnene Gesteinssoße wird dann in die 200 Kilometer entfernte Raffinerie transportiert, um im chemischen Scheideverfahren die Gruppe der Platinmetalle (Ruthenium, Rhodium, Palladium, Osmium, Iridium) zu separieren. Um reines Platin zu gewinnen, sind ca.150 Arbeitsschritte nötig.

Bis die Baren gegossen sind dauert es bis zu fünf Monate. Sie werden dann in einer Legierung von 950 von 1000 Teilen zu Schmuck verarbeitet werden.

Was macht Platin nur so begehrenswert? Es ist das Wissen um seine Seltenheit und Reinheit, das Platin so faszinierend macht. Bei Platin steht nicht die Auffälligkeit im Vordergrund und wer Platinschmuck kauft, spürt dessen Wert eher im Verborgenen.

Attribute wie Qualität, Unaufdringlichkeit, Verlässlichkeit und Individualität stehen auch in Zeiten der Krise hoch im Kurs. Während viele Luxushersteller über Absatzeinbußen klagen, steigt die globale Nachfrage nach Platin deutlich. Damit ist dieses seltenste aller Schmuckmetalle schon seit hunderten von Jahren etwas ganz besonders für alle Schmuckdesigner.

Aber Platin hat es seinen Liebhabern nie leicht gemacht, es ist eines der am schwierigsten zu gewinnenden Metalle. Belohnt wird man dafür mit einmaligen Charakteristiken: Weniger als fünf Prozent Beimengungen machen Platin zum reinsten Schmuckmetall der Welt und seine besondere Widerstandsfähigkeit und hohe Dichte lassen es ewig schön erscheinen.

Platinschmuck hat einen Reinheitsgrad von 95, Gold hingegen nur 75 Prozent.

Platin eignet sich sehr gut für Menschen mit empfindlicher Haut, das es aufgrund seiner Reinheit hypoallergen ist. Die Dichte und das Gewicht von Platin machen es haltbarer und widerstandsfähiger als andere Schmuckmetalle, zudem ist es gegen Hitze und Säure beständig. Übrigens: Ein 15cm großer Platinwürfel wiegt 75 kg!!

 

Weißgold

Ehering in Weissgold

Rund 7000 Jahre sind die ersten Goldfunde alt. Viele Goldsucher versuchten ihr Glück, indem sie es einst aus dem Fels schlugen oder wuschen es geduldig aus dem Sand. Der warme Glanz und die geheimnisvolle Ausstrahlung übte schon immer eine Magie auf die Menschen aus. Goldrausch, Goldfieber, sagenumwobene Schätze – kaum ein Material hat so vieles bewegt und so viele Menschen in seinen Bann gezogen. Heute wird Gold in reiner Form gefördert. Allerdings ist es für die Schmuckherstellung zu weich, und muss deshalb mit anderen, härteren Metallen gemischt (legiert) werden. Weißgold entsteht durch die Mischung von purem Gold mit hellen Metallen, wie beispielsweise Palladium.

Die kleine Punzierung im Schmuckstück gibt den Feingoldgehalt in Tausendstel an. Je höher dieser Anteil, desto wertvoller, aber auch tragefreundlicher ist das jeweilige Schmuckstück.

 

Silber

© www.trauringshop24.de

Silber besitzt von allen Metallen die beste Leitfähigkeit für Wärme und Elektrizität. Es ist ein wichtiger Grundstoff für die Herstellung von Film- und Fotomaterial. Außerdem findet es Verwendung in der Elektronik und Galvanotechnik.

Für den Schmuckliebhaber aber ist wohl am wichtigsten, dass Silber gleißend hell strahlt wie kein anderes Metall. Das ist darauf zurück zu führen, dass Silber im Licht das höchste Reflexionsvermögen hat. Es wird selten pur gewonnen. Meistens muss es in aufwändigen Verfahren erst von anderen Metallen getrennt werden. Dieses wird dann mit einem Feingehalt von 99.9 Prozent in 30 Kilogramm schwere Barren gegossen und auf dem Weltmarkt gehandelt. Für die Schmuckherstellung ist Silber allerdings zu weich. Es muss mit anderen Metallen gemischt werden. Das bekannte Sterlingsilber hat beispielsweise eine 925er Legierung. Leider ist Silber für Trauringe ungeeignet, weil durch die fehlende Härte die Tragespuren zu deutlich würden und man schnell die Freude an dem Ringdesign verlieren würde.

 

Edelstahl

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Edelstahl ist kratzfrei und rostet und war aufgrund dieser Attribute in der Luxusgüterbranche bisher eher als Metall für Uhrengehäuse und Armbänder bekannt. Seit einigen Jahren wird Edelstahl auch als Schmuckmetall verarbeitet. Das Unternehmen TeNo, ein Pforzheimer Unternehmen vertreibt seinen eleganten, gradlinigen Look inzwischen in 22 Ländern der Erde. TeNo ist bekannt für unkomplizierten Schmuck und Uhren mit coolem und innovativem Design und verarbeitet Edelstahl gerne in Kombination mit Kautschuk, Email aber auch mit Gelb- oder Rosegold und kostbaren Diamanten.

 

Titan

Titan – das jüngste Metall! Titan kommt relativ häufig vor – mit einem Vorkommen von 0,6 Prozent liegt es an neunter Stelle.

Es ist hart, leicht, es rostet nicht und ist absolut allergieneutral. Es hat eine kühle und futuristische Ausstrahlung und ist somit wie geschaffen für großflächigen Schmuck. Mit seiner hellen, seidenglatten Oberfläche ist es ein Schmuckmetall für Individualisten. Besonders elegant wirkt es in Kombination mit Gelbgold – aber auch mit Weißgold- oder Platinstreifen und Diamanten.

Die Firma Titanfactory in Lindau hält Titan für das ideale Trauringmaterial, weil es härter ist als Stahl, aber nur halb so schwer. Es läuft nicht an, bleibt formstabil und ist hautverträglich, weil nickelfrei. Titan nimmt schnell die Wärme der Haut an und erzeugt durch sein Leichtgewicht ein angenehmes Tragegefühl.

 

 

 

 

 


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