Pracht und Magie von Perlen

 

Perlen besitzen einen unglaublichen Zauber und eine Anziehungskraft, der sich niemand entziehen kann. Für Designer ist es immer wieder eine Herausforderung, der Perle ein neues Gesicht zu verleihen und sie in neuen wunderbaren und einzigartigen Kreationen zu präsentieren.

 

Schon immer waren Menschen von Perlen fasziniert, ohne wirklich zu wissen, wie sie entstehen. War das Geheimnis erst einmal gelüftet, ging es blitzschnell, bis kluge Japaner begannen, die Natur zu überlisten und Perlen zu züchten. Sehr clever, denn Züchtungen haben den Vorteil, dass sie leistbar sind.

Der große Unterschied zwischen einer Natur- und einer Zuchtperle besteht darin, dass bei der Naturperle durch Zufall ein Fremdkörper in die Muschel gelangt und bei der Zuchtperle dies gezielt geschieht. Mit der Hand werden ein winziges Stückchen Gewebe und eine Perlmuttscherbe in eine Auster oder eine Muschel eingepflanzt. Die Muschel will den Fremdkörper loswerden und umhüllt ihn mit Perlmutt. So entsteht eine mehr oder weniger runde Perle. Je nachdem wie lange die Perle in der Muschel bleibt, ist der Perlumfang größer oder kleiner.

Die ersten Zuchtperlen gab es Ende des 18. Jahrhunderts. Die anfänglichen Versuche wurden mit vielen verschiedenen Muschelarten gemacht, bis man sich später auf die Akoya-Perle konzentrierte. Mit viel Geschick wird der Muschel ein Stückchen Süßwasser-Perlmutt eingepflanzt. Dann werden die präparierten Muscheln vorsichtig in Körbe gesetzt, die, an Bambusflößen befestigt, bis zu sechs Meter tief im offenen Meer schwimmen.

Da die Muschel sehr empfindlich ist was Nahrung und Temperatur betrifft, ist eine sorgfältige Kontrolle lebenswichtig. Die Wachstumsdauer hängt von den jeweiligen Wasserverhältnissen ab. Im Idealfall hat die Akoya-Zuchtperle nach etwa vier Jahren eine Perlmuttbeschichtung von 0,6 bis 1,2 Millimeter erreicht. Fällt die Wassertemperatur unter 13 Grad Celsius, ruht das Wachstum. Sinkt die Temperatur sogar unter 10 Grad, stirbt die Muschel im kalten Wasser.

 

Die Perlen werden im Winter geerntet, weil zu dieser Zeit der Lüster am besten sein soll. Sie werden in Holztrommeln gewaschen, sorgfältig geprüft und nach Größe, Farbe, Lüster und Oberflächenbeschaffenheit in Plastikschalen sortiert. Danach wird jede einzelne Perle mit einem Loch versehen.

Die Exemplare, die für Perlenketten vorgesehen sind, werden durchbohrt und auf Schnüre aufgezogen, während die für Ringe und Ohrstecker nur angebohrt werden.So treten sie eine lange Reise zu internationalen Auktionen und Messen an, um dann von Schmuckherstellern und Designern zu begehrenswerten Schmuckstücken verarbeitet zu werden.

 

 

5 gute Gründe Perlen zu tragen

  • Jede Perle ist einzigartig, genau wie Du
  • Durch ihren Lüster haben Perlen eine unglaubliche Ausstrahlung
  • Perlen sind kostbare Geschenke der Natur
  • Der zarte Schimmer der Perle wirkt sexy auf der Haut
  • Perlen vertragen sich mit anderem Schmuck: ob Gelbgold oder Platin tragen, Perlen sind neutral

 

 

Was macht eine Perle wertvoll

  • Nur etwas 20 bis 40 Prozent eine Perlenernte sind verkäuflich. Nur 5 Prozent sind von guter Qualität.
  • Je größer der Durchmesser einer Perle, desto wertvoller ist sie.
  • Lüster: so nennt man die Kombination aus der schimmernden Oberfläche und dem inneren Leuchten der Perle. Der Lüster sollte glänzend und hell sein, sodass man sein eigenes Spiegelbild erkennen kann.

 

 

Tipps zur Perlenpflege

  • Perlen sind Einzelgänger. Bewahre jedes Perlschmuckstück separat in einem seidenen Säckchen auf. Andere Edelsteine oder spitze Gegenstände könntest Du sonst zerkratzen.
  • Perlen sind Kosmetikmuffel. Sie mögen keine Parfums, Cremes und Haarsprays. Du solltest daher Perlschmuck immer erst nach dem Schminken und Frisieren anlegen.
  • Perlen keiner starken Sonneneinstrahlung aussetzen und vor Hitze schützen.
  • Perlen sind nicht wasserscheu. Reinige Deine Perlen mit einem feuchten Tuch oder in einer milden Seifenlauge.
  • Lass Deine Perlenkette regelmäßig bei Deinem Juwelier neu knoten. So stellst du sicher, dass der Strang nicht reißt und die Kugeln nicht wegrollen.
  • Trag Deinen prachtvollen Perlenschmuck oft – damit verhinderst Du das Austrocknen.

 

 

 

 


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