Faszination Edelsteine

 

Der Natur sind bei der Kreation der Farbedelsteine bezaubernde Einfälle gelungen. Besonders interessant sind dabei die Substanzen, aus denen die Edelsteine ursprünglich entstanden sind. Zu den Ausgangsstoffen zählen Kalk, Kieselsäure, Kohlenstoff und Magnesium sowie Tonerde.

Der Entstehungsprozess dieser Farbedelsteine geht bis zur Entstehung des Planeten Erde zurück. Wesentliche Faktoren bei der Entstehung waren extrem hohe Temperaturen und ein gewaltiger Druck. Im Verlauf der Jahrtausende wurden die Steine in den Erdschichten immer weiter nach oben geschoben, wo sie dann schließlich auskristallisierten und eine Wandlung zum Mineral vollendeten. Bis heute ist es sehr schwierig, Farbedelsteine herzustellen, da das Muttergestein nur unter hohem Aufwand gewonnen werden kann. Es werden nicht direkt die Farbedelsteine geborgen, sondern sogenannte „Farbseifen“. Schon seit Urzeiten üben Farbedelsteine eine große Faszination auf die Menschen aus. Dieser Zauber geht vor allem auf die Fähigkeit der Steine zurück, das Licht auf jegliche Arten zu reflektieren und absorbieren.

Früher waren besonders die Rubine, Saphire und Smaragde beliebt, heute liegen aber auch andere Farbedelsteine wie Citrinen, Aquamarinen oder Amethysten ganz vorn bei der Gunst der Sammler. Über die Neuheiten bei den Farbedelsteinen kann man sich sehr gut bei den Schmuckmessen informieren. Eindeutig im Trend liegen Steine mit kräftigen Farben. So gibt es Trauringe mit verschiedensten Rottönen, die mit Rotgold kombiniert werden. Ein absoluter Hingucker sind auch Charms aus Glas und Lack. Auch Uhrenbänder gibt es in allen erdenklichen Nuancen. Aber am schönsten und edelsten sind eben doch all die funkelnden echten Farbedelsteine.

 

 

Ausschlaggebend ist die Farbqualität

Bei Farbedelsteinen ist insbesondere die Farbqualität maßgebend für den Wert des Steines. Die Spezialisten überprüfen die Steine nach Grundfarbe, Farbton, Farbreinheit, -verteilung und -intensität und beurteilen das Farbspiel und den Farbwechsel. Das Farbspektrum der Edelsteine wird durch die jeweilige chemische Zusammensetzung bedingt. Diese entsteht im Zuge der Kristallisation, wenn ein kleiner Gehalt an metallischen Elementen in die Struktur des Kristalls eingebunden wird. Durch diese Verunreinigungen kann das Licht filtriert werden und dadurch wird nur der Anteil an Spektralfarben sichtbar, den wir dann als Edelsteinfarbe bewundern können.

 

Das Gewicht

Das Gewicht der Farbedelsteine ist die einzige messbare Größe bei der Beurteilung der Edelsteine und wird in Carat oder Karat angegeben. Diese Gewichtseinheit für Edelsteine gibt es bereits seit der Antike. Dabei entspricht 1ct genau 0,2g. Vom Samenkorn des Johannisbrotbaumes leitet sich diese Gewichtseinheit ab, denn dieses wiegt ganz genau 0,2 Gramm. Die ganze Schönheit offenbart erst der Schliff Das eindrucksvolle Feuerwerk der Farben, das ein Farbedelstein auslösen kann, entsteht erst durch den kunstvollen Schliff eines Experten. Dafür wird die Oberfläche des Steines so lange geschliffen, bis der optimale Glanz erreicht ist. Die transparenten Edelsteine werden oftmals mit Facetten geformt. Durch die Kanten ist es möglich, das Licht optimal zu brechen. Hierdurch erwacht der Edelstein zum Leben und kann dann seine ganze Schönheit entfalten. Am häufigsten angewandt werden der Tafelschliff, der Carree-, Baguette- sowie der Treppenschliff. Opake, undurchsichtige Edelsteine, die sogenannten Opake, kommen am Bestem im runden Cabochon-Schliff zur Geltung.

 

 

Farbedelsteine bringen Glück

Seit Beginn ihres Daseins nahmen die Edelsteine immer eine besondere Bedeutung im Leben der Menschen ein. Schon in der Vorzeit galten Edelsteine als Glücksbringer und wurden als Heilsteine benutzt. Aus dieser Zeit stammt auch die Aura des Mystischen, die die Steine bis heute umgibt. Die geheimnisvollen Kräfte wirken positiv auf das seelische und geistige Wohlbefinden. Farbedelsteine und Mineralien geben allen Lebewesen Kraft und können vor Bösem schützen und sogar heilen.

Hildegard von Bingen erkannte bereits im Mittelalter die heilende Kraft von Mineralien und Edelsteinen. Daraus resultierte eine richtige „Wissenschaft“, die heilenden Kräfte waren für viele Jahrhunderte quasi eine Existenzsicherung für die Menschen. Egal, ob der Stein sich im Rohzustand befindet oder geschliffen ist, viele Menschen glauben, dass sich die Energie der Steine positiv auswirkt. So steht der Bernstein für Zuversicht und positives Denken sorgen, der Granat für Tatenkraft und Antriebskraft. Die Jade soll die Liebe zwischen zwei Menschen verstärken helfen und für mehr Lebensfreude sorgen.

Als Diamantenersatz werden Imitate von Farbedelsteinen benutzt, die ihren Vorbildern täuschend ähneln. Als Diamantenersatz werden in der Regel Glassteine oder der Zirkonia verwendet. Um den Verbraucher zu schützen, müssen diese jedoch eindeutig als Imitate ausgezeichnet werden.

 

 

 


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