Vintage-Style für die standesamtliche Trauung

 

Heute zeigen wir euch ein bemerkenswertes Shooting der besonderen Art. Bräute, die auch für die standesamtliche Trauung ein außergewöhnliches Outfit tragen wollen und mit ihrem Styling gegen den Strom schwimmen wollen werden damit genauso viel Freude haben wie wir.

Die beiden genialen Fotografen Karl Blümel und Matthias Hombauer haben sich vor kurzer Zeit zusammengetan und dieses erstaunliche Analog-Shooting im „Vintage-Sytle“ umgesetzt.

Im Vorfeld wurde eine würdige Location ausfindig gemacht, passende Kleidung und Accessoires ebenso von Karls Mutter, Gerda, bereitgestellt. Sie hatte vor Jahren ein Vintage-Geschäft in Wiener Neustadt, der Fundus bringt nach wie vor irrsinnig schöne Sachen zu Tageslicht.

Die folgende Bilderserie zeigt Original-Kleider im Stil der 1930-40er Jahre. Warum nicht einmal in diesem Stile zur Trauung schreiten?

 

 

Credits:
Fotografen: Karl Blümel & Matthias Hombauer
Model: Annette P. (ph models)
Hair & Makeup: Jacqueline Kropf
Styling: Mona Schrammel
Kleidung & Accessoires: Gerda Blümel
Location: Alte Blaufabrik, Neunkirchen

 

Das Thema Analogfotografie ist wirklich sehr spannend – hier noch ein paar Details:

„Film is not dead“, „I still shoot film“, sind Schlagworte von bekannten, amerikanischen Fotografen, die nun auch in Europa angekommen sind und immer mehr an Bedeutung gewinnen. Und das bei einer stets größer werdenden Anhängerschaft.
Was hat es denn mit dieser Analogfotografie auf sich? Bereits totgesagt, als vor Jahren der Hype der digitalen Fotografie aufkam.

Mit Worten lässt sich dieser Look oft nur schwer beschreiben. Es ist eher ein Gefühl, eine Empfindung, die dir im Inneren sagt: „Ja, genau sooo…“
„Authentisch, charakteristisch, natürlich, sanft“, gepaart mit einer anmutigen Farbpalette könnte wohl den typischen Filmlook am besten beschreiben. Alles reduziert sich auf die wesentlichen Dinge: die Kamera, das Objektiv, der Film und ein Belichtungsmesser.

Man ist im Moment. Entschleunigt. Bewusst. Überlegt. Macht sich über die Komposition und die Qualität des Lichtes einfach mehr Gedanken. Der Auslöser wird nicht mehr einfach so gedrückt. Zu kostbar ist der Film, um ihn unbedacht zu behandeln. Die Wertigkeit eines Bildes steigert sich wieder.
Sehr oft, ist weniger mehr. Gerade in der heutigen Zeit sollte uns das immer wieder einmal bewusst werden.

Auch die Fotografen, Karl Blümel und Matthias Hombauer, hat das „Analog-Virus“ vor geraumer Zeit gepackt. Sie begannen, das „alte“ Wissen rund ums Thema wie ein Schwamm aufzusaugen und haben sich viel mit der Materie auseinandergesetzt.
„Es ist so spannend, neu erlangtes Wissen umzusetzen und wenn man die Ergebnisse vom Fotolabor zurückbekommt, ist jedes Mal Weihnachten“, sagt Karl Blümel.

„Für mich ist es als würde ich in eine andere Welt eintauchen. Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich als Kind, meinem bereits verstorbenen Vater bei der Arbeit mit seiner Hasselblad über die Schulter schaute. Die Bilder und die Farben faszinierten mich schon damals. Allein das mächtige Auslösegeräusch, gerade der Mittelformatkameras, erfreut mein Fotografenherz zusätzlich…“, erzählt er weiters.

Matthias Hombauer hat schon früh mit analoger Fotografie Erfahrungen gesammelt. „Ich habe angefangen mit Lomokameras zu experimentieren und dadurch ist die Liebe zum Film entstanden. Es ist eine total andere Arbeitsweise und die Fotos haben einen unvergleichlichen Look.“

Als professioneller Portrait-Fotograf hat Hombauer sowohl analoge als auch digitale Kameras in seiner Fototasche. Die Leidenschaft für analoge Fotografie ist ihm aber geblieben. „Für meine persönlichen Projekte benutze ich ausschließlich analoge Kameras, da die gefertigten Fotos einen ganz besonderen Stellenwert für mich haben und diese meine Vision am besten widerspiegeln.“

 

 

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